Ich will nicht entlassen werden
Vor drei Monaten wurde ich bei einer großen österreichischen Druckerei angestellt. Da das meine erste Arbeit im Leben ist, bemühe ich mich sehr, sie bestmöglich zu schaffen. Im Zusammenhang damit mache ich oft Überstunden. Zwar ist mein Gehalt niedrig, aber ich hoffe darauf, dass das sich mit der Zeit ändert. Die Atmosphäre bei der Arbeit ist so gut, dass ich ungern die Druckerei verlasse. Nur eine Sache geht mir auf die Nerven. Seitem ich meine Freunde und Bekannte darüber informiert habe, dass ich endlich einen Job gefunden habe, habe ich keine Ruhe. Sie rufen mich jeden Tag an und bitten um einen Dienst. Manche wollen es, dass ich ihnen Notizblöcke drucken sollte. Andere bitten mich ums Anfertigen von Visitenkarten. Am Anfang habe ich all diese Bitten erfüllt. Ich wollte einfach nicht meine Freunde und Bekannte verletzen. Letztens habe ich aber Stop gesagt. Ich habe festgestellt, dass sie meine Höflichkeit und Güte ausnutzen. Ich gebe dafür mein Erlaubnis nicht. Gestern habe ich wiederum ein Anruf bekommen. Mit mir hat mein alter Schulkollege Peter telefoniert. Er hat mich danach gefragt, ob ich ihm ein paar Notizblöcke drucken kann. Ich habe aber seine Frage mit Nein beantwortet. Ich habe ihm gesagt, dass ich seine Bitte abschlagen muss, denn ich will nicht entlassen werden.